Jesus Christus

Sri Chinmoy erläutert wie er Jesus Christus sieht und was Jesus für die Menschen getan hat.

Begreifen Sie Jesus Christus als einen Propheten, als Sohn Gottes oder als einen Menschenfreund, der - im Hinblick auf die Menschheitsgeschichte - das soziale und spirituelle Niveau der Menschheit heben wollte?

Ich sehe in Jesus Christus nicht nur einen einzigartigen Propheten sowie den Sohn Gottes, sondern auch einen erhabenen Einsseins-Freund der Menschheit. Was er tat, was er gegenwärtig tut, und was er noch vollbringen wird, geht weit über geschichtliche und soziale Belange, als auch über gewisse spirituelle Ebenen hinaus.
Als der geliebte Sohn Gottes kam Jesus Christus in die Welt, um selbst Teil der irdischen Existenz zu werden und das irdische Bewusstsein in ein göttliches Bewusstsein umzuwandeln. Sein Leben zählte zwar nur 33 Erdenjahre, sein unsterbliches Opfer aber, das er dem Himmel und der Erde dargebracht hat, ist geburt- und todlos.
Er hat als unvergleichlicher Prophet die Botschaft der göttlichen Liebe und der erhabenen Hingabe an Gottes Willen anerboten. „Dein Wille geschehe!“ Ist das nicht das höchste Gebet?
Diese Worte des Erlösers werden tief in unseren Herzen stets widerhallen. Die bedingungslose Hingabe an unseren Höchsten Herrn ist der eigentliche Zweck unseres Daseins; sie ist die letztendliche Berufung einer jeden Seele hier auf Erden.
Als wahrer Einsseins-Freund der Menschheit hat Jesus Christus das Erdbewusstsein mit Mitleid und Vergebung durchflutet. Aufgrund seines unsterblichen Gebetes „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, wird für die innerlich hungernden und dürstenden Wahrheitssucher und Gottliebenden auf ewig Mitleid und Vergebung von oben herabkommen. Das sich-selbst-anerbietende Leben Jesu und seine Erd-erleuchtende Botschaft werden im strebenden Herzen und im Gott-liebenden Leben der Menschheit in alle Ewigkeit hell, heller, am hellsten erstrahlen.

Jesus und Yoga

Gedanken (Blog) von kai_keller

Von Kirche und Meditation.
Meine Wurzeln habe ich in der katholischen Kirche. Und trotzdem wandte ich mich irgendwann einem östlichen Meditationsweg zu. Dies war und ist für mich jedoch kein Widerspruch. Ganz im Gegenteil. Es bedeutete für mich schon immer die logische Konsequenz meines eigenen spirituellen Suchens. Und weshalb sollte sich das Göttliche auch auf nur eine Zugangsmöglichkeit beschränken? Dies ergibt für mich keinen Sinn. Aus diesem Grund ist Jesus für mich in jeder Religion zu finden und deshalb beanspruchen die östlichen Yogapfade auch niemals einen spirituellen Lehrer ganz für sich alleine. Die großen Meister dienen der ganzen Welt, unabhängig von Religion, Kultur oder Hautfarbe.

Jesus, der spirituelle Lehrer.
Aus welchem Grund sollte Jesus der einzige sein, den Menschen hin zum Göttlichen zu führen? Mir hat diese Sichtweise noch nie so ganz eingeleuchtet. Und was wäre dann mit den ganzen anderen großen Meistern wie Krishna, Buddha und vielen mehr? Nein, auch an dieser Stelle wird Jesus unnötig beschränkt. Da gefällt mir schon die östliche Sichtweise bedeutend besser, dass jeder große spirituelle Lehrer eine ganz bestimmte Aufgabe hat, die Evolution der Menschheit zu beschleunigen, sie zu ihrer wahren göttlichen Natur zurückzuführen.
So ergeben sich, wie von selbst, Toleranz und Achtung gegenüber jeder Religion oder spirituellen Gemeinschaft. Und genau so sollte es meiner Meinung nach auch stets sein!

(Siehe auch Web-Log zur Selbst-Transzendenz von Kai Keller)

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